Praxis für TCM

Kontakt

Anicca Praxis Akupunktur & Klassische Chinesische Medizin
Kai Uwe Jettkandt
Heilpraktiker
Kruppstraße 114
60388 Frankfurt am Main

Webseite:www.Anicca-Praxis.de
Telefon:(069) 24004935
Email:tcmjettkandt@t-online.de

Termine nach Vereinbarung

Praxiszeiten

Mo - Fr8:00 - 13:00 Uhr , außer Donnerstags
Mittwoch und Donnerstag15:00 - 18:30 Uhr

Traditionelle Chinesische Medizin

Allgemein

Unter der Traditionellen Chinesischen Medizin (abgekürzt auch TCM genannt) zusammengefasst, versteht man folgende chinesische Behandlungszweige:

  • Akupunktur
  • Chinesische Kräuter Medizin
  • Chi Kung
  • Tuina
  • Ernährungslehre nach den 5 Wandlungsphasen

Alle Behandlungsmethoden bedienen sich der selben Lehre und Sichtweise des Lebens. Dies sind:

  • "Die Yin und Yang Lehre",
  • "Die Lehre der 5 Elemente" und
  • deren Antriebsmotor, dem Chi.

Diese Sichtweisen werden in den chinesischen Klassikern "Tao Te King" von Lao Tse und dem für die TCM entscheidenden Werk "Huang Di Nei Jing" - (Der Klassiker des gelben Kaisers), Erstauflage ca. 100 v. Chr. beschrieben. Das ganze Leben ist in Bewegung, der Tag wechselt zur Nacht, die Jahreszeiten ändern sich, man wird älter. Legt man diese Beispiele in die chinesische Denkweise um, würde Bewegung dem Chi-Konzept entsprechen, Tag und Nacht mit Yin und Yang in Beziehung gebracht und die Jahreszeiten in die 5 Elementen Lehre eingebetet werden. Jedes einzelne Denkkonzept kann vom Makrokosmos (Universum) bis zum Mikrokosmos (Mensch) einzeln oder kombiniert eingesetzt bzw. umgesetzt werden. Für die TCM bedient man sich zur Erklärung von Krankheitsmustern, sowie deren Entstehung und ihren Behandlungskonzepten dieser tausende Jahre alten chinesischen Philosophie des Lebens.

Die TCM-Diagnose

Eine ganzheitliche Sichtweise des Menschen im Zusammenhang mit seiner Umwelt – dies ist die TCM-Diagnose. Durch die TCM-Diagnose bekommt man ein energetisches (Chi) Menschenbild eingebettet in das Yin/Yang- und das 5 Elemente Muster. Nachdem die Befragung, das Pulsfühlen und die Zungendiagnose erfolgt sind, wird die Behandlungsstrategie festgelegt.

Akupunktur

In der Akupunktur werden mit feinen Nadeln und durch bestimmte Stichweise und Nadelmanipulation das Chi des Körpers wieder in Harmonie gebracht. Denn fließt das Chi des Körpers harmonisch und genügend, ist der Mensch gesund und widerstandsfähig gegenüber krankmachenden Faktoren. Die Akupunktur geht von einem Leitbahnensystem – den sogenannten Meridianen (chin. Jing Luo) – aus, diese sind wie ein Netz über den ganzen Körper verteilt. Dieses Leitbahnensystem ist mit den inneren Organen verbunden.

So kann man also durch Nadelmanipulation des Äußeren (Haut & Meridiane) mit der Akupunkturnadel das Innere (Organe) erreichen.

Nachdem die Behandlungsstrategie festgelegt wurde, sticht der Akupunktur-Behandler die Nadeln in Akupunkturpunkte oder auch Schmerzpunkte (Ashi-Punkte). Die über 400 Akupunkturpunkte haben alle einen durch Erfahrungswerte festgelegten Anwendungs- und Wirkungsbereich. Je nach angwandter Behandlungsstrategie können die ausgewählten Punkte, bei gleiche Symptomatik z.B. Kopfschmerz, durchaus verschieden sein. Mit der Akupunktur kann man das Chi harmonisieren, sedieren oder tonisieren und pathogene Faktoren wie Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Schleim entfernen.

Die chinesische Kräuter-Medizin

Die Domäne der TCM ist die Kräuter-Medizin. Es wird in China prozentual mehr mit Kräutern gearbeitet als mit Akupunktur. Hier in Europa ist es gerade umgekehrt. Dies liegt an der Informationflut von Akupunktur und wie lange diese hierzulande schon praktiziert wird.

Alle verwendeten chinesischen Kräuter sind in einer Materia Medica mit folgenden beschrieben:

  • Geschmack und Temperaturverhalten – (z.B. süß/warm)
  • Funktionskreise – (z.B. Magen/Milz)
  • Therapeutische Wirkungen – (z.B. Chi tonisieren, Erwärmen des Magens)
  • Indikationen und Kombinationen – (z.B. Kälte, die den Magen angreift)
  • Dosierung – (z.B. 3-6g)
  • Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen – (z.B. Schwangerschaft)

Für den Einsatz der sehr wirkungsvollen Kräuter sollte die Diagnose sehr präziese sein, um das pathologische Geschehen genau anzugreifen. Meist kommt eine klassische Kräuter-Formel zum Einsatz, die dann individuell, falls es nötig sein sollte, auf den Patient umgestellt wird.

In China werden auch viele Tierprodukte benutzt. Die meisten Kräuter-Therapeuthen in Europa lehnen aus Artenschutz- oder ethischen Gründen das Verwenden von Tierprodukten ab oder beschränken es nur auf einen Notfall, dort wo diese Produkte evtl. schnelle Hilfe bringen würden.

Alle chin. Kräuter, die hier über Apotheken vertrieben werden, sind auf Schwermetalle, toxische Rückstände etc. untersucht und somit oftmals reiner als das hier gekaufte Gemüse, das vielleicht neben einer Autobahn herangezogen wird.

Mit der chinesischen Kräutertherapie kann sowohl in akuten als auch chronischen Geschehen geholfen werden. In der Regel werden die individuellen Rezepturen erst einmal für ein paar Tage verschrieben. Danach muss der Patient den Therpeuten erneut aufsuchen und je nach Entwicklung des Geschehens, die durch eine Befragung, Zungendiagnose und Pulsdiagnose erkannt wird, kann die Rezeptur verlängert oder umgestellt werden.

Chi Kung

In der TCM wird das Chi Kung (Lebensenergie Übung) meist zur Unterstützung aber auch als Einzeltherapie eingesetzt. Der Chi Kung Therapeut bekommt vom TCM-Arzt die Diagnose für den Patienten und daraufhin wählt er das passende Chi Kung aus. Das hier eingesetzte Chi Kung fällt unter die Kategorie Gesundheits Chi Kung und unterscheidet sich gegenüber den anderen Chi Kung Arten dadurch, dass es meist auf bestimmte Körperorgane beschränkt ist (z.B. Nieren Chi Kung, Leber Chi Kung, Sehnen Chi Kung etc.). Andere Chi Kung Stile wie Daoistisches oder Buddhistisches Chi Kung sind eher ausgelegt, um den Geist zu schulen. Mit Kampfkunst Chi Kung kann man neben dem gesundheitlichen Aspekt auch bestimmte Fähigkeiten entwickeln, wie z.B. Unempfindlichkeit gegen Schmerz.

Das Konzept ist es, das körpereigene Chi zu mehren, zu harmonisieren und Chi Blockaden aufzulösen. Damit wird Genesung erzielt oder aber auch Gesunderhaltung erreicht. Viele wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass durch Chi Kung der Heilungsprozess beschleunigt wird oder gar erst angeregt wurde. Außerdem wurde festgestellt, dass das Immunsystem gestärkt wird. Dies geschieht durch die vermehrte Produktion für den Menschen wichtiger Blutzellen. Dies ist mittlerweile durch Laboruntersuchungen belegt.

Alle Übungen bedienen sich immer folgende Komponenten:

  • Bewegung,
  • Atmung und
  • geistige Entspannung.

www.cosmos-chikung.de

Tuina (An Mo Tui Na)

Diese Massageform ist in der TCM als "An" (Pressen), "Mo" (Drehen), "Tui" (Drücken) und "Na" (Schieben) bekannt, und dies sind auch gleichzeitig die wichtigsten Therapieformen in ihr. Im allgemeinen wird sie allerdings Tuina-Massage genannt. Auch sie gründet sich auf die Theorie des Yin und Yang, der Lebensenergie (Chi), den Energiebahnen (Meridiane) und Energiepunkten (Akupunkturpunkten). Diese Begriffe wurden vor über 2000 Jahren, in der Zeit des legendären Gelben Kaisers (Huang Di), von Ärzten der Traditionellen Heilkunde geprägt. Und so finden wir diese Massage bereits im Huang Di Nei Jing, dem klassischen Buch des Gelben Kaisers von der Inneren Medizin, erstmals erwähnt. Außerdem gab es etwa zur gleichen Zeit ein erstes Lehrbuch Huang Di Qi Bo An Mo Shi Juan darüber – (Klassiker der zehn Kapitel über Massage und Atemübungen).